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#niblingAdventure, Teil 2

Den ersten Teil der Dokumentation vom #niblingAdventure findest du -> hier.

Wir steigen in die Geschichte ein an dem Punkt, wo die Eltern des Bruderkindes (also mein Bruder und meine SchwĂ€gerin) – zu Recht – fragen, wann sie wissen sollen, dass alle Karten da sind.

Gut, die Tatsache, dass es 3 Hinweise auf der ersten Hinweiskarte waren, war wohl nicht ausreichend offensichtlich. Merken wir uns 😁

Dann wurde das RĂ€tsel tatsĂ€chlich geknackt – nach Einholung von Hinweisen. Dabei haben die Eltern leider die Information beim Kind gedropped, dass ich mit dem RĂ€tsel zu tun habe 😭

Also schnell hin korrigiert auf, “Ja, ich hab damit zu tun, weil ich bin da halt Mitglied, aber! ich bin nur die Kontaktperson. Ist ja klar ersichtlich, dass die Karten nicht von mir kommen, oder?”

Whew.

Und dann auch die guten Nachrichten direkt hinterher: der Code wurde geknackt, und das Kind möchte gerne mehr davon 🎉

Es folgte: eine Hinweiskarte (danke an ln fĂŒr’s spontane Übernehmen der Aufgabe!).

Foto einer Postkarte mit Text: Manchmal muss man sich auf etwas stĂŒtzen, um einen Code knacken zu können.

Manchmal muss man sich auf etwas stĂŒtzen, um einen Code knacken zu können.

Und dann: noch eine Hinweiskarte?

Eine schwarze Karte mit lÀngerem Text in Spiegelschrift.

Wir haben deine Nachricht erhalten. Unsere geheime Organisation freut sich darauf, dich kennen zu lernen.

Unsere diversen Agent_innen werden dich bald kontaktieren.

Dein Deckname lautet “Nibling”.

Wir wĂŒnschen dir viel Erfolg und Spaß!

Danke an rixx fĂŒr die wun-der-schöne Karte, und dankeluto fĂŒr die Idee zum Decknamen. Eigentlich komplett logisch.

Und am vereinbarten Ort, nach Nennung des angegebenen Code-Wortes, gab es fĂŒr das Kind dann tatsĂ€chlich: eine Box.

Und darin: ein Buch..?

Fotos des Buchs "Meine Freundin Roxy - RoboterzÀhmen leicht gemacht!" von Kenza Ait Si Abbou.

RÀtselhaft, das alles, sehr rÀtselhaft.

Wenn du wissen willst, wie und wo das Kind dieses Box erhalten hat, folge diesem Link zur Hinweis-Seite fĂŒr Teil 2. Es ist eine gute Geschichte, ich empfehle die LektĂŒre 🙂

#niblingAdventure, Teil 1

Update, 30.5.2022: Ich hatte nur von 2 der 3 RĂ€tsel-Karten Fotos eingefĂŒgt. Das ist jetzt korrigiert.

Irgendwann einmal hat eines der Bruderkinder gesagt, ich wĂ€re “die coole Tante” (die Kids haben 5 Tanten oder so, also ist das schon eine Auszeichnung). Und ich hab den Titel nicht fĂŒr nichts, sondern mach mir damit schon Arbeit.

Und diesmal will ich das auch halbwegs sinnvoll von vorne weg dokumentieren.

Alles begann mit einer schlaflosen Nacht in Hamburg in der Karwoche 2022. Eigentlich wollte ich schon schlafen, aber mein Hirn war dagegen und lief ein paar Extrarunden. Plötzlich: “Hey, du bist ja die nĂ€chsten 2 Wochen unterwegs. In 3 verschiedenen StĂ€dten. Da sind einfach nur Postkarten fĂŒr nibling doch langweilig. Wie wĂ€re es mit einer auf mehrere Karten verteilten Nachricht?”

Okay, Bulletjournal auf, Notiz gemacht. NĂ€chster Schlaf-Anlauf.

Hirn: “Es könnte ein RĂ€tsel werden! Mit einer Extra-Karte mit Anweisungen!”

NÀchste Notiz, nÀchster Versuch.

Hirn: “Mit einer Geheimorganisation statt dir als Absenderin! Und hier sind gleich 4 Ideen fĂŒr eine Reihe von solchen RĂ€tseln! Mit Höhepunkt im Sommer, wenn du dort auf Urlaub/remote office bist! Und womöglich sogar mit Chaos-Beteiligung..?”

Noch diese Notiz, und das Hirn war endlich fertig mit seiner Story, und ich hab endlich schlafen dĂŒrfen. Uff.

Die nÀchsten Tage habe ich dann damit verbracht, die Details auszuarbeiten.

Und das ist es dann geworden:

Das Kind hat 4 Postkarten bekommen, von verschiedenen Leuten beschriftet (danke Marei, Piko, Nico und Jonas!), damit einerseits eine Art Gruppenarbeit sichtbar wĂŒrde, und andererseits möglichst verschleiert wird, dass die Karten von mir kommen.

Eine Postkarte enthÀlt den Hinweistext:

Manchmal  braucht man

  • alle Teile
  • einen Blick fĂŒr Details
  • und vielleicht ein bisschen Hilfe

um einen Code knacken zu können.

Auf einem schwarzen Tisch stehen eine heiße Schokolade und ein Kaffee. Danben liegt eine offene Packung Mannerschnitten, und die Postkarte mit dem Hinweistext. Der Adressbereich der Postkarte wird durch ein gelbes Federpennal verdeckt.

Und die anderen drei Postkarten enthalten 
 Buchstaben. Und Satzzeichen. Und vielleicht eine Zahl. Aber sonderlich gut lesbar ist das alles nicht:

Von der Hinweis-Postkarte sowie einer der Code-Postkarten habe ich die Vorderseiten leider nicht abfotografiert. Die braucht ihr zur Lösung aber auch nicht 😉

Falls notwendig: auf dieser Seite gibt es zuerst ein 3 Hinweise, und dann die Lösung.

Wer dieses Konzept ĂŒbernehmen will — go for it! Ich wĂŒrde mich freuen, wenn ihr mich daran teilhaben lasst, beispielsweise ĂŒber Fediverse-Postings (oder Tweets) mit dem Hashtag #niblingAdventure, oder ĂŒber direkte Mentions, oder per Mail 🙂

Beyond the Desktop: Designing an “ideal” wearable.

“Beyond the Desktop” is one of the courses I’m taking this semester. The course ” investigates design alternatives to traditional graphical user interfaces.” (from the course description at TISS).

The first assignment consists of (1) researching five existing wearables, and assessing them on a four-dimensional scale referring to a definition of “ideal” wearables and (2) designing your own wearable, including tagline/slogan, a catchy name, some sketches and even a paper prototype, which in the end should be assessed on the scale, too.

So I created the tHUD – the Tutoring Heads-Up Display. You can find information on how it came to be, and some pictures here (Content Note: sales lingo for Black Mirror worthy tech). It is of course not a serious prototype or idea. Rather, I wanted to move the focus on how intrusive some courses are regarding their online (exam) modes.

[DE] Meine Corona-Semester (1)

Den folgenden Text habe ich im Dezember verfasst und an die PR-Abteilung der TU Wien geschickt. Es kam relativ rasch ein “Danke, wir melden uns” – und danach bis Mitte Februar nichts. Ich habe den Text jetzt mal beim Stand kurz vor Weihnachten belassen, Updates werden wohl noch kommen.

An english version of the following text can be found at https://save-ing.space/mein-my-corona-semester/#english


Ein “bisschen” chaotisch.

Ich studiere im Master Media and Human Centered Computing an der FakultĂ€t fĂŒr Informatik der TU Wien. Außerdem bin und war ich im vergangenen Jahr, in keiner speziellen Reihenfolge, Mitglied im Arbeitskreis fĂŒr Gleichbehandlungsfragen, Tutorin in einer Erstsemestrigen-LVA an der Informatik, Angestellte in einer Kletterhalle bzw. bei einem Webhoster, Aktivistin im Chaos Computer Club Wien, zweifache Fern-Tante (die Familie meines Bruders und meine Eltern leben in Tirol), Vortragende und Expertin zum Thema Bias in Algorithmen, Workshop-Leiterin, und EmpfĂ€ngerin einer Best Paper Award Honorary Mention der MuC-Konferenz 2020.

Die Lehrveranstaltungen, die ich im Sommersemester 2020 angefangen – und abgeschlossen – habe, mussten alle miteinander sehr kurzfristig von PrĂ€senz-Konzepten auf kompletten Distanzunterricht umstellen. Alle Beteiligten haben sich die grĂ¶ĂŸte MĂŒhe gegeben, das irgendwie sinnvoll hin zu bekommen. RĂŒcksicht auf die beschrĂ€nkten Ressourcen, die verschiedenen Gegebenheiten, und die PrĂ€ferenzen der Studierenden wurde nicht oder nicht immer gleich genommen. Manche Lehrenden haben bald erkannt, dass diese außergewöhnliche Situation, in der wir uns so unvorhergesehen wiedergefunden haben, einen auch nur annĂ€hernd normalen Lehrbetrieb nicht ermöglichen wird. AnsprĂŒche wurden adaptiert, ModalitĂ€ten vereinfacht, Vorgaben gelockert – aber eben nicht von allen. Manche versuchten, möglichst nahe an ihren alten Modi zu bleiben – inklusive zwei- und mehrstĂŒndiger Vorlesungen mit Anwesenheitspflicht, um die Möglichkeit fĂŒr Interaktionen zu bieten (die mangels passender Einstiegspunkte kaum stattfanden).

Im Rahmen einer der Lehrveranstaltungen stellte eine Lehrperson fest, dass uns Studierenden wohl die Möglichkeit zum sozialen Beisammensein fehlte – und bot uns an, die Lehrveranstaltungstermine an den Donnerstagen in den Osterferien dafĂŒr zu nutzen. Ein entspanntes Zusammenkommen, Zeit, darĂŒber reden, wie es uns geht, und was dieses aus dem Rahmen gefallene Semester mit uns macht. Ich selbst hatte nicht die Zeit und Energie, an diesen Treffen teilzunehmen. Diejenigen, die daran teilnahmen, haben gemeinsam mit Katta Spiel darĂŒber geschrieben, was durch die plötzliche Umstellung aus Lehrenden- und Lernendensicht passiert ist. Dieser Artikel wurde anschließend sogar in den “ACM Interactions” veröffentlicht:

http://interactions.acm.org/blog/view/this-is-not-the-new-normal-studying-during-a-pandemic

In der VU mit den mehrstĂŒndigen wöchentlichen Vorlesungen wurde die Anwesenheitspflicht, nachdem sie im MĂ€rz aufgehoben und im April wieder eingefĂŒhrt worden war, ĂŒbrigens im Mai wieder fallen gelassen. Die GruppenĂŒbung, die eigentlich eine Beobachtung von Architektur-Studierenden hĂ€tte sein sollen, wurde auf mehrere primĂ€r textuelle Aufgaben abgeĂ€ndert. Die adaptierte Abschlussaufgabe bestand darin, einen Forschungsantrag fĂŒr ein Design Research Projekt zu erstellen – meine Kolleg:innen und ich haben kurzerhand beschlossen, eine Reihe von Workshops vorzuschlagen, im Rahmen derer kritisch beleuchtet werden sollte, warum Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020 so umgestellt wurden, wie sie umgestellt wurden. Mittels passender Methoden sollten Gruppendiskussionen angeregt und begleitet werden, in denen sich herauskristallisieren sollte, welche Vorgaben, Annahmen, und Vorurteile (positiver wie negativer Art) die entsprechenden Entscheidungen beeinflusst haben. Die Idee wurde tatsĂ€chlich aufgegriffen, und das entsprechende Projekt lĂ€uft seit Oktober:

https://save-ing.space/

Im Sommer hatte ich dann allen Ernstes die Hoffnung, dass sich die Vortragenden – neben ihrer wohlverdienten Entspannung – Gedanken machen wĂŒrden, wie sie ihre Lehrveranstaltungen im Herbst gestalten könnten. FĂŒr mich war klar, dass ab Mitte September die Infektionszahlen wieder steigen wĂŒrden – immerhin wĂŒrden Kinder in die Schulen, und Arbeiter:innen und Angestellte wieder zu ihren ArbeitsplĂ€tzen zurĂŒck kehren. Der viel zitierte Babyelefant schlĂŒrft nun mal keine Aerosole aus der Luft.

Aber anstatt jetzt “einfach” ein ordentlich auf Distance Learning umgestelltes Semester zu haben, schlage ich mich als AKG-Mitglied und fachschaftsnahe Person mit PrĂŒfungsleitfĂ€den herum, die von vorne bis hinten unrealistische Idealvorstellungen als Notwendigkeiten postulieren. Ich versuche, meiner Familie zu erklĂ€ren, dass ich gute GrĂŒnde habe, zu Weihnachten nicht nach Tirol zu fahren (was etwas gedauert hat, aber inzwischen geklĂ€rt ist). Und zwischendrin sollten wir Österreich noch nahe bringen, dass die UG-Novelle eine Katastrophe auf allen Ebenen ist. Weil das Studi-Leben eben nicht an den Toren der Uni – oder beim “Leave”-Button von Zoom – vorbei ist. Erst recht nicht wĂ€hrend einer Pandemie.

Narrative Poster using Miro

One of the final hand-ins for Design Thinking was a Narrative Poster which was due this last week. Usually, this would be created using some kind of vector graphics software, physically printed and presented in class with hand-in of pictures for grading. But, these being a “extraordinary times” (ugh, that phrase), we had to switch to a full-blown digital way of creating and presenting the poster.

In our group, we decided to use Miro, because some of us already had at least a bit of experience using it. Also, it is pretty straight-forward, and works well for collaborational tasks.

It was one of those assignments that you put off for quite some time, fearing that it will take immense amounts of time to complete, but when you finally sit down with a colleague (via jitsi, of course, not physically in the same room), and go through the requirements, and talk about what there is to do, and split up the jobs … you’re pretty much done within one hour.

Here you go, this is the story of how we worked on #SeeSpiel (click to open the file):

a screenshot of a narrative poster that uses the map of Seestadt as background and layout

The poster shortly summarises the individual steps we took during the course. We used a map of Seestadt as the backdrop, as it is also vital to our project. Each phase of the project – so far – is positioned along Sonnenallee, which is the big avenue circling the Aspern lake. The narration starts at U2 station Seestadt, south of the lake, then follows Sonnenallee clockwise until it arrives back at the northern side of U2 station Seestadt.

The literature reviews and expert interviews are each summarised shortly, using quotes from the expert interviews and learnings from the reviews respectively. For the provocative requisites, we also summarised our learnings, and added two pictures. The part on the design game talks about both a physical game prototype and the digital design game. The two scenarios we developed are shortly described, and then we’re already at the final stop: the design workshop.

I’ll write short posts about the phases I haven’t covered yet, and probably will also put up the final report once we’re done, so if you’re interested in more of this, do come back soon 😉

[DE] Stellungnahme zur UG-Novelle

Hier geht’s zu einem PDF meiner Stellungnahme, und auf der Website des Parlaments findest du den Entwurf selbst und alle dazu veröffentlichten Stellungnahmen.

S T E L L U N G N A H M E zum Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem das UniversitÀtsgesetz 2002, das Hochschul-QualitÀtssicherungsgesetz und das Hochschulgesetz 2005 geÀndert werden (GZ: 2020-0.723.953)

Sehr geehrter Herr Bundesminister Faßmann, sehr geehrte Damen und Herren!

Als Master-Studentin der Informatik und Hauptmitglied des Arbeitskreises fĂŒr Gleichbehandlungsfragen an der TU Wien, ehemalige Studierendenvertreterin an der HTU Wien und der Bundesvertretung, sowie Jungwissenschaftlerin/Angestellter an der TU Wien möchte ich Stellung zum vorliegenden Entwurf nehmen.

Der vorliegende Entwurf möchte einige tatsĂ€chliche Probleme im Hochschulbetrieb angehen, scheitert daran aber in großen ZĂŒgen. Unter die problematischen Neuerungen fallen sozial selektive Maßnahmen wie die EinschrĂ€nkung der Zulassungsfristen, die EinfĂŒhrung einer Mindeststudienleistung und Änderungen an der UniversitĂ€tsleitung zu Ungunsten einer demokratischen, partizipativen Herangehensweise sowie einige Neuregelungen im Bereich des AKG. Hier meine Kritik im Detail:

Zu §22. (1) Z12 und Z12a.
Die geplanten neuen Rechte des Rektorates erlauben umfassende Eingriffe in Curricula. Diese Kompetenz sollte beim universitÀren Senat und seinen Arbeitsgruppen, insbesondere den Studienkommissionen, verbleiben. Den Bedarf nach Eingriffen durch in der Regel fachfremde Personen kann ich nicht nachvollziehen.

>> Diese Punkte sollten ersatzlos verworfen werden.

Zu §23b. (1)
Die Kontrolle der:des Rektor:in durch den Senat ist gut und wichtig. Eine zweite Amtszeit ausschließlich vom UniversitĂ€tsrat abhĂ€ngig zu machen, stellt eine Entmachtung des Senats dar. Da der UniversitĂ€tsrat zur HĂ€lfte von der Regierung besetzt wird, ist ein (politischer) Eingriff in die Freiheit der Lehre und Forschung eine denkbare, und bedenkliche, Folge.

Sollte der Senat im Rahmen der Anhörung feststellen, dass eine Wiederbestellung abzulehnen ist, und der UniversitĂ€tsrat dennoch an einer Wiederbestellung festhalten, so wĂ€re dies dem inneruniversitĂ€ren Klima fĂŒr die kommenden vier Jahre nicht dienlich.

Außerdem besteht zu diesem Thema die grundsĂ€tzliche Frage der rechtlichen ZulĂ€ssigkeit, welche von Jurist:innen zunehmend angezweifelt wird (z.B. Anna Gamper, Peter BußjĂ€ger: UniversitĂ€t Innsbruck).

>> Diese Änderungen sollten ersatzlos verworfen werden.

Zu § 42 Abs. 2
Der AKG ist primÀr ein Aufsichts- oder Kontrollorgan und kein Vertretungsorgan wie etwa der Senat oder der Betriebsrat. Seine Aufgabe ist, sicherzustellen, dass Angehörige marginalisierter Gruppen an den Hochschulen möglichst ungestört forschen, studieren, arbeiten und sich entwickeln können. Ein Gremium, das sich mit Minderheitenrechten befasst, durch allgemeine Wahlen zu beschicken, ist ein Paradoxon.

Ebenfalls nicht hilfreich fĂŒr die Arbeit im AKG wĂ€re es, ParitĂ€ten fix festzulegen. Es ist ohnehin schon oft schwierig genug, neue Mitglieder zu finden, ohne dass diese noch weitere Merkmale mitbringen mĂŒssen (beispielsweise Professor:innen).

>> Diese Punkte sollten ersatzlos verworfen werden.

Zu §58 (12)
Es ist definitiv begrĂŒĂŸenswert, dass knapp 20 Jahre nach EinfĂŒhrung des European Credit Transfer Systems endlich die entsprechenden Credits auch erstmals evaluiert – und an die realen Arbeitsanfordernisse angepasst – werden sollen. Leider fehlt jedoch weiterhin eine Definition, wie dieser Arbeitsaufwand zu beschreiben ist.

Des Weiteren sind regelmĂ€ĂŸige Evaluierung, transparente MaßstĂ€be, sowie Konsequenzen bei Nicht-Einhaltung notwendig.

>> Der Absatz sollte prĂ€zisiert und erweitert werden, z.B. “Dies ist jĂ€hrlich zu evaluieren. Die Evaluationsergebnisse sind in ihrer Gesamtheit allen Mitgliedern des universitĂ€ren Senats und seinen Arbeitsgruppen, insbesondere den Studienkommissionen, zur VerfĂŒgung zu stellen.”

Zu §59a
Die Idee einer Mindeststudienleistung, deren Nicht-Erreichen eine Exmatrikulation sowie automatische Sperre von 10 Jahren bedeutet, ist völlig inakzeptabel. Hier wird auf dem RĂŒcken ohnedies schon benachteiligter Studierender, unter Berufung auf das Bild von “Party-Studis” bildungsfeindliche Politik gemacht.

Die Regelung trifft insbesondere jene, die nicht 100% ihrer Zeit dem Studium widmen können – sei es aus finanziellen (>60% der Studierenden sind laut Studierendensozialerhebung neben dem Studium berufstĂ€tig), familiĂ€ren, oder gesundheitlichen GrĂŒnden. Die in §59a (5) formulierte Ausnahme fĂŒr behinderte Studierende verwendet eine viel zu enge Defintion und schließt damit viele Studierende mit psychischen und chronischen Erkrankungen aus.

>> Diese Punkte sollten ersatzlos verworfen werden.

Zu §59b. (4)
Learning Agreements, die als privatrechtliche VertrĂ€ge in öffentliches Recht eingegliedert werden sollen, vermischen zwei rechtliche Bereiche, die aus gutem Grund getrennt sind. Diese VertrĂ€ge erhöhen den psychischen Druck auf Studierende und diskriminieren jene, die solche VertrĂ€ge nicht abschließen wollen. Außerdem können jederzeit unvorhergesehene Ereignisse eintreten, die zu ungerechtfertigten Sanktionen fĂŒr diese Studierenden fĂŒhren können.

>> Ich empfehle, diese Änderung ersatzlos zu streichen.

Zu §59 (5)
Die EinschrĂ€nkung der fĂŒr Gremienarbeit in Frage kommenden Studierenden wird Probleme fĂŒr die KontinuitĂ€t in den Gremien bedeuten, da Studierende spĂ€ter in diese Arbeit einsteigen und kĂŒrzer bleiben können; die auflaufende Arbeit muss auf weniger Studierende verteilt werden; und es wird schwieriger, die BedĂŒrfnisse und Perspektiven der niedrigsemestrigen Studierenden in die Gremien einzubringen.

Durch die Änderung ist eine Entdemokratisierung der Gremien und ein Verlust an ArbeitsqualitĂ€t ebendort zu befĂŒrchten.

>> Ich empfehle, diese Änderung ersatzlos zu streichen.

Zu § 61/62
Es gibt keinen guten Grund fĂŒr eine Streichung der Nachfrist und eine Deregulierung der FortmeldezeitrĂ€ume.

Die Streichung verhindert einen nahtlosen Wechsel aus der Schule bzw. dem PrĂ€senzdienst in die Hochschule genauso wie den Übergang vom Bachelor- in das Masterstudium. Studierende, die in der alten Nachfrist ihr Studium abschließen wĂŒrden, hĂ€tten ein Semester lĂ€nger StudienbeitrĂ€ge zu bezahlen, und die Studienzeit wĂŒrde kĂŒnstlich verlĂ€ngert. Beides wĂŒrde zu unnötigem finanziellen und psychischen Druck fĂŒhren.

ZusĂ€tzlich mĂŒssen durch das VerkĂŒrzen der Semester in §61 (2) bisher gern genutzte PrĂŒfungszeitrĂ€ume verlegt werden. Dies bedeutet weniger Zeit am Ende des Semesters fĂŒr PrĂŒfungen sowie enger zusammen liegende Termine.

>> Ich empfehle, diese Punkte ersatzlos zu streichen.

Zu § 66 (4)
Die Studieneingangs- und Orientierungsphase der Informatik an der TU Wien ist bereits jetzt nachweislich eine der restriktivsten in ganz Österreich. Duch das Wegfallen der Möglichkeit, die StEOP erneut anzugehen, fĂŒhrt bei Studierenden zu mehr Stress und Angst, was wiederum zu einem schlechteren Abschneiden bei PrĂŒfungen und damit zu mehr AbbrĂŒchen fĂŒhren und die Informatikstudien in Österreich noch unattraktiver machen wird.

>> Ich empfehle, diese Änderung ersatzlos zu streichen und die StEOP abzuschaffen.

Zu § 67
Dass eine Beurlaubung innerhalb des ersten Semesters nur noch aus einer handvoll GrĂŒnden möglich sein soll, die z.B. einen plötzlichen Trauerfall nicht beinhalten, ist nicht nachvollziehbar. Ein entsprechender Fall wĂŒrde zu einer Studienzeitverzögerung fĂŒhren sowie das Risiko bedeuten, die erforderlichen ECTS fĂŒr die Mindeststudienleistung (und damit Fortsetzung des Studiums) zu erreichen.

>> Ich empfehle, diese Änderung ersatzlos zu streichen.

Zu § 76 (3)
Der Vorschlag, nur noch jedenfalls 2 statt wie bisher jedenfalls 3 PrĂŒfungstermine pro Semester anzusetzen, steht im direkten Widerspruch zu dem Ziel, effizientes und (prĂŒfungs-)aktives Studieren zu fördern. Diese Änderung geht zu Lasten von Studierenden, die ihr Studium flexibel betreiben möchten oder mĂŒssen (siehe Punkte zu §59a). PrĂŒfungen werden auf wenige Termine zusammengelegt, wodurch ein grĂ¶ĂŸerer Druck besteht, einen PrĂŒfungsplatz zu ergattern. Ein Anstieg psychischer Belastung ist dabei nicht zu vermeiden.

>> Ich empfehle, diese Änderung ersatzlos zu streichen.

Zu §89 und §116a (6)
Eine VerjĂ€hrung erschlichener Leistungen wĂ€re gerade angesichts aktueller FĂ€lle mit einem betrĂ€chtlichen Imageschaden fĂŒr die Republik Österreich verbunden. Außerdem sehe ich es extrem problematisch an, einerseits Ghostwriting unter Strafe zu stellen, gleichzeitig jedoch die Konsequenzen fĂŒr Plagiate zu lockern und diese sogar verjĂ€hren zu lassen.

>> Ich empfehle, diese Änderung ersatzlos zu streichen.

 

Zu §109

Die im Entwurf geplante BeschrĂ€nkung der Dauer befristeter ArbeitsverhĂ€ltnisse muss mit wirksamen Maßnahmen zur Entfristung der ArbeitsverhĂ€ltnisse an den UniversitĂ€ten gekoppelt sein. Ansonsten gefĂ€hrdet diese Änderung nicht nur das Auskommen der betroffenen Arbeitnehmer:innen, sondern auch die QualitĂ€t und Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs an den Hochschulen. Auch die Gefahr eines Brain Drain weg von österreichischen Institutionen kann nicht unterschĂ€tzt werden.

 

Abschließend:

WĂ€hrend, wie gesagt, einige tatsĂ€chlich bestehende Probleme mit dieser Novelle aufgegriffen werden, und die Ziele nachvollziehbar und sinnvoll sind, sind die prĂ€sentierten LösungsansĂ€tze im Großen und Ganzen misslungen und ignorieren die tatsĂ€chlichen LebensrealitĂ€ten vieler UniversitĂ€tsangehöriger.

Ich hĂ€tte mir erwartet, dass eine so umfangreiche Novelle nicht ĂŒber die Weihnachtsferien wĂ€hrend einer Pandemie zur Begutachtung vorgelegt wird. Dies umso mehr, als z.B. die Novellierung des Studienförderungsgesetztes (Anhebung der Zuverdienstgrenze) seit dem Herbst auf Beschluss wartet. Die UG-Novelle sollte bis zur endgĂŒltigen DĂ€mpfung der Pandemie und ihrer Folgen auf Eis gelegt und dann nocheinmal vom Start weg angegangen werden.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Sabrina Burtscher

[DE] Teaser: Meine Corona-Semester.

Im MĂ€rz habe ich mir noch gedacht, ich sollte etwas dazu schreiben, wie sich mein Studium – und mein Leben generell – unter Corona so verĂ€ndern.

Dann gab’s auf Social Media und auch sonst doch recht viele Berichte darĂŒber, und ich habe den Gedanken wieder verworfen.

Jetzt allerdings möchte die TU gerne zeigen, wie es ihren Angehörigen in “ihrem Corona-Semester” (als ob es nur eines gewesen wĂ€re und nicht ziemlich sicher auch nach dem aktuellen noch eines folgen wird, das nicht “business as usual” sein wird!). Und der erste Bericht den sie da prĂ€sentieren, lĂ€sst sich zusammenfassen mit “eigentlich ist das eh alles halb so wild, eigentlich sogar irgendwie witzig” (link).

I call bullshit.

Und damit das alles nicht unlesbar lange wird, gibt’s hier erstmal diesen Teaser. DemnĂ€chst (TM) landen hier mehrere Artikel, weil ein einzelner viel zu lange wĂ€re, die beschreiben, wie Corona mein vergangenes Jahr auf den Kopf gestellt hat. Und nachdem das Leben nicht an den Toren der geweihten Hallen endet (oder nachdem ich in Zoom auf “Leave Meeting” geklickt habe) wird’s auch Infos geben zu Arbeit & Geld, Hobbies, Politik und psychischer Gesundheit.

Einmal alles, mit oarsch, quasi.

A digital Design Journal

In the last years, every group had to keep a Design Journal for the Design Thinking course(s). In it, the group would document meetings by jotting down notes, making sketches, or collecting whatever physical things they came across over the course of their work. With the restrictions due to Corona (this is probably the most used phrase anywhere right now) this had to be adapted, of course. I’m very pleased to say that our digital Design Journal – apart from the sketches everyone makes in their own ways, be it journals or pads or just loose pages -, is kept in an encrypted storage hosted by Chaos Computer Club Wien (C3W). The cryptpad software itself is developed by the open-source CryptPad project. Information on CryptPad can be found on their website (link), and the instance hosted by C3W is available at pads.c3w.at. The software supports different formats, from plain text (“code”) pads through presentations and rich text pads all the way to kanban boards and whiteboards. And the drive really is a drive where you can use folders and subfolders! Pads can be set up to be password protected, it is possible to share links for one time use, and the share links can be set up to allow editing (or viewing only).

In the case of the digital Design Journal, this is what our setup looks like as of December 13, 10.25 o’clock:

A screenshot of a pads.c3w.at cryptdrive, showing several folders for university lectures, and the files and subfolders located in the Design Thinking folder.

We’re trying to keep the whole thing manageable by using subfolders, and we’re half successful at sticking to naming schemes. Using CryptPads on mobile devives (smartphones, tablets) is still in the works, but I’d argue it keeps us from working “on the go” too much. Quick notes and ideas can be shared with the group via Telegram, or by putting them into on our own note-taking setups (apps or paper – which reminds me that I wanted to ask the others what they use for such things).

Change of Plans

One ouf our tasks for Design Thinking was to design and implement two so-called “provocative requisites”. The idea is to put up an artifact somewhere in public space, where it will provoke interaction, or discussion, by passers-by. One initial idea, as we want to create a game to (re)discover Seestadt, was to distribute small, 3d-printed puzzleboxes (also known as cryptex). However, they would have required a substantial degree of manual interaction, and with the pandemic going on, we figured such a physical interaction would deter people from actually interacting with the object.

Instead, I figured that an object that was unexpected in public space, paired with a QR-Code, might still do the trick. Cue Seelina, our 3d-printed octopus:

A grey, 3d-printed octopus sitting atop a thermos cup on a red seat.

I already had Seelina at home, which is basically why I got the idea – and which meant that we would save some time compared to having to 3d-print an object of her size. And indeed, when we tested her in the wild on a sunny Sunday noon, people did interact with her quite a bit. Unfortunately, as that was supposed to be only the test-run, I did not take pictures or videos of the people interacting with her – and on our second visit to Seestadt, when I planned on documenting the whole thing, and we had a corresponding website set up, only one person interacted with her. The main difference was that on the first day, it was pretty warm and sunny, compared to the second run, where it was cold and extremely windy – a couple of times, Seelina was literally blown off her spots.

A real pity, but that’s how research goes, I guess.

 

Organising my term

Some people say I am an incredibly well-organised person. That’s mostly the case because if I don’t write down all kinds of things, I’ll straight-up forget them. So, lists are an import thing in my life.

Having all my deadlines for the semester written down also helps me to better spread work over the weeks and months. Of course, the  Plan does tend to change, so here are the original, and the latest version of my semester plan:

A hand-written list of deadlines for 2 courses, the dates are color coded in pink and green. Same list as before. Some items have been checked, some have been moved, comments have been added.

The courses I am taking this semester are Human Robot Interaction (HRI), and Design Thinking (DeTh). For each course, there is roughly one deadline every week, but as the assignments are not always the same (as opposed to, e.g. in a maths course where you have to complete one exercise sheet per week), it is dearly necessary I write down what the deadlines are, exactly. Doing it in this kinda fancy way makes it better still, because the list is nice to look at – even with all the additions I made due to changes in deadlines or to keep an overview over where I put notes corresponding to deadlines.